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Das Böse als Sympathieträger: „Richard III.“ an der Schaubühne Berlin

Sobald der Startschuss für den Kartenvorverkauf eines nächsten Monats an der Berliner Schaubühne fällt, handelt es sich nur um wenige Minuten, bis alle Tickets sämtlicher Stücke vergriffen sind. So auch bei Thomas Ostermeiers Inszenierung von William Shakespeares  „Richard III.“. Welche Szenen sich an den Abenden der Aufführungen abspielen, kennt man meistens nur von besonders begehrten Konzerten oder Fußballspielen. Diverse Leute versammeln sich bei Wind und Wetter vor dem Theater mit einem Schild, auf dem geschrieben steht, dass sie noch Tickets suchen. Doch meistens warten sie vergeblich. Seit rund vier Jahren ist jede „Richard III.“-Vorstellung ausverkauft. Die Nachfrage nimmt nicht ab. Doch welche Faszination verbirgt sich hinter der Ostermeier-Produktion? Das Böse als Sympathieträger: „Richard III.“ an der Schaubühne Berlin weiterlesen

Bizarres Ableben des Menschen: „Warten auf Godot“ am Schauspielhaus Magdeburg

Wer sich dafür entscheidet, Samuel Becketts „Warten auf Godot“ auf die Bühne zu bringen, der riskiert viel. Es kann entweder ein riesiger Erfolg werden oder gar völlig nach hinten losgehen. Der ukrainische Regisseur Stas Zhyrkov hat sich der Aufgabe angenommen, dieses absurde Theaterstück am Schauspielhaus Magdeburg zu inszenieren. Doch hat er sich mit dieser Inszenierung zu viel zugemutet? Bizarres Ableben des Menschen: „Warten auf Godot“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Taktische Ausreden: „Bezahlt wird nicht!“ am Schauspielhaus Magdeburg

Das Theater Magdeburg hat sich für die italienische Farce „Bezahlt wird nicht!“ von Dario Fo eine ganz besondere Promo-Aktion ausgedacht. Auf ihren gelben Plakaten, die in der ganzen Stadt hängen, steht geschrieben: „Klaut dieses Plakat!“ Es sollte die vorbeigehenden Leute zum Schmunzeln anregen. Aber einige versuchten dieser Aufforderung tatsächlich nachzukommen. Für Peter Kleinert, dem Regisseur des Schauspiels, scheint die Art von Werbung mehr als geglückt zu sein. Taktische Ausreden: „Bezahlt wird nicht!“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

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Für immer (vielleicht): Ralph Opferkuchs „Erste Liebe“ am Schauspielhaus Magdeburg

Ralph Opferkuch gehört am Theater Magdeburg zu den Publikumslieblingen. Er besitzt nicht nur ein ausgesprochen großes Talent für die Schauspielkunst, sondern darf auch gelegentlich seine musikalische Seite zum Vorschein bringen – mit Erfolg. Nachdem er zusammen mit Thomas Schneider den Jacques-Brel-Liederabend „Mein Lieb, mein Leid“ veranstaltete, legt er nun mit seinem Erstlingswerk „Erste Liebe“ nach. Schafft er es auch mit seinen eigenen Kompositionen die Theaterbesucher zu überzeugen?

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Am Rande der Verzweiflung: Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“ am Schauspielhaus Magdeburg

Nachdem Matthias Fontheim in der vergangenen Spielzeit mit „Bunbury“ einen Publikums-Hit auf die Beine stellte, kehrt er wieder ans Theater Magdeburg zurück. Mit „Die Ratten“ inszeniert er das wohl wichtigste Stück von dem deutschen Dramatiker Gerhart Hauptmann. Schon im Vorfeld sorgte die Produktion für viel Neugierde, da bekannt wurde, dass der Bühnenbildner Stephan Heyne etwas ganz Großes auf die Beine stellen würde. Kann Fontheim die Erwartungen mit dieser Produktion halten? Am Rande der Verzweiflung: Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Der König im Irrenhaus: „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ am Schauspielhaus Magdeburg

Mit „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ in der Inszenierung von David Czesienski  am Schauspielhaus Magdeburg kommt wieder einmal ein Monodrama auf die Bühne. Dieses Mal gebürt Christoph Förster die Ehre zu zeigen, dass er so ein schweres Stück rund 90 Minuten alleine tragen kann. Doch ist der 32-jährige Berliner dieser anspruchsvollen Rolle schon gewachsen? Der König im Irrenhaus: „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Am Rande des (Ehe)wahnsinns: Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ am Schauspielhaus Magdeburg

In der vergangenen Spielzeit feierte Yasmina Rezas „Kunst“ in der Inszenierung von David Schliesing große Erfolge am Theater Magdeburg. Ein Jahr später bringt er Rezas Komödie „Drei Mal Leben“ auf die Bühne. Kann Schliesing mit dieser Produktion erneut für ausverkaufte Vorstellungen sorgen?  Am Rande des (Ehe)wahnsinns: Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Songreicher Liebesrausch: Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ als Musical im Schauspielhaus Magdeburg

Das lange Warten hat endlich ein Ende. Auch das Schauspielhaus hat nun offiziell die Sommerpause beendet und startet die Spielzeit 2018/2019 gleich mit einem Bühnenklassiker, welcher gleichzeitig eine Uraufführung darstellt. William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ wird als buntes Musical aufgeführt. Schauspieldirektorin Cornelia Crombholz und David Schliesing haben sich wieder einmal mit dem Musiker-Duo David Schwarz und Maren Kessler zusammengetan, um eine songreiche Hommage an Shakespeares Liebeserklärung an die Nacht zu kreieren. Kann man das so machen oder würde sich Shakespeare im Grab umdrehen?

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Was wäre, wenn…: Corinna Harfouch ist „Die Präsidentin“

Am 07. Mai 2017 wurde Emmanuel Macron zum Staatspräsidenten von Frankreich gewählt. Somit ist das Land haarscharf an einer rechtsextremen Welle durch die Front National mit Marine Le Pen an der Spitze der Partei vorbeigerudert. Die Autoren François Durpaire und Farid Boudjellal haben aber versucht sich auszumalen, wie es hätte aussehen können, wenn Le Pen als Siegerin nach Hause gegangen wäre. Ihr Comic „La Présidente“  feierte 2015 ziemlich großen Erfolg. Diese Fiktion hat es mittlerweile unter dem deutschen Namen „Die Präsidentin“ auf die Bühne geschafft. Für das Theater Magdeburg zieht keine Geringere als die Schauspieldirektorin selbst die Strippen: Die Inszenierung von Cornelia Crombholz feierte bereits am 12. Mai 2018 bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen Premiere. Am 02. Juni fiel erstmals der Vorhang im Schauspielhaus. 

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Wiedervereinigung oder Boom: Zukunftsfarce „Das Knurren der Milchstraße“ im Schauspielhaus Magdeburg

Der deutsch-koreanische Autor Bonn Park hat gerade einen absoluten Lauf. Sein eigenes Stück „Das Knurren der Milchstraße“ wurde erst im September 2017 am Theater Bielefeld uraufgeführt und gewann sogar beim letztjährigen Theatertreffen in Berlin den 1. Preis des Stückemarktes. Wenige Monate später sieht der Regieassistent Moritz Gärber seine Chance, die preisgekrönte Zukunftsfarce im Rahmen der Reihe „Sprungbrett“ am Theater Magdeburg auf die Science-Fiction-Raumbühne zu bringen.  Wiedervereinigung oder Boom: Zukunftsfarce „Das Knurren der Milchstraße“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen