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Hunger macht erfinderisch: „Döner zweier Herren“ am Nordharzer Städtebundtheater

Die Wetter-App spielte am Abend der Premiere von „Döner zweier Herren“ im Kreuzgang der Halberstädter Liebfrauenkirche verrückt. Zuerst hieß es, dass es trocken bleiben würde. Dann folgte eine Regenwahrscheinlichkeit von 40 Prozent. Wenig später waren es auf einmal 60. Und exakt sieben Minuten vor Vorstellungsbeginn ging es dann wirklich los. Aber nur ganz leicht. Die Hoffnung bei den Gästen, die sich ein Plätzchen im Trockenen suchten, dass es das schon gewesen sein mag, war groß. Mit ein wenig Verzögerung begann die Vorstellung. Doch der Wettergott war nicht gnädig gestimmt und schickte erneut Regen. Dieser kam nochmal stärker zurück. Nach einer halben Stunde hieß es dann, dass es eine kleine Unterbrechung geben würde. Die Premiere drohte buchstäblich ins Wasser zu fallen. Wenig später hieß es dann aber „The show must go on“. Konnte das Ensemble trotz des Regenwetters das Publikum überzeugen und einen unterhaltsamen Abend bescheren? Hunger macht erfinderisch: „Döner zweier Herren“ am Nordharzer Städtebundtheater weiterlesen

Unangepasstes Verhalten: „Pippi Langstrumpf“ im Harzer Bergtheater

Das Harzer Bergtheater hat sich kürzlich in die Villa Kunterbunt (beziehungsweise Willa Kuntabunt) verwandelt. Rosmarie Vogtenhuber lässt die kleinen und großen Besucher an das Leben von Astrid Lindgrens Erfolgsfigur „Pippi Langstrumpf“ teilhaben und zeigt, wie beliebt ihre Geschichten heute auch noch sind und Menschen jeden Alters begeistern. Unangepasstes Verhalten: „Pippi Langstrumpf“ im Harzer Bergtheater weiterlesen

Wahrheit oder Utopie?: „Der noch viel größere Terror“ und „Vor lauter Wand“ am Schauspielhaus Magdeburg

Das Theater Magdeburg arbeitet seit zwei Jahren mit dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig (DLL) zusammen. In diesem Jahr war es das Ziel, junge Studierende beim Schreiben für das Theater zu fördern. Dabei sind zwei Dramolette von neun angehenden Autoren entstanden, die bei dem Entstehungsprozess Hilfe von David Schliesing bekommen haben. Die filmische Collage „Der noch viel größere Terror“ und die szenische Lesung „Vor lauter Wand“ sind als Ergebnis im Schauspielhaus Magdeburg zu sehen.  Wahrheit oder Utopie?: „Der noch viel größere Terror“ und „Vor lauter Wand“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

„Ich erinnere mich…“: „Tanz im Netz“ am Schauspielhaus Magdeburg

Die letzte Premiere am Schauspielhaus Magdeburg in der Spielzeit 2018/2019 wurde mit einer Uraufführung gefeiert. Wolfgang Krause Zwieback bringt mit „Tanz im Netz“ ein theatrales Sinnspiel auf die Bühne, welches viel Raum für Fantasie benötigt. „Ich erinnere mich…“: „Tanz im Netz“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

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Nazi-ABC für ‚Negerkinder‘: „Familie Braun“ am Nordharzer Städtebundtheater

Mit „Familie Braun“ hat das ZDF Anfang 2016 einen unerwarteten Erfolg verbucht. Mehrfach wurde die Dramedy-Serie mit Preisen ausgezeichnet. Wenig später sollte sich noch ein anderer Weg ergeben, um die dort gezeigte Thematik einem anderen Publikum zu präsentieren: dem Theaterpublikum. Dafür verfasste der Drehbuchautor Manuel Meimberg eine entsprechende Version für die Bühne. Um zu sehen, ob die sensible und gleichzeitig chaotische Handlung auch live funktioniert, wird zurzeit „Familie Braun“ im Nordharzer Städtebund als sogenanntes Try out in der Inszenierung von Sebastian Wirnitzer aufgeführt. Doch eine Frage schwirrt dabei immer wieder in den Köpfen der (potentiellen) Zuschauer herum: Darf man solche Aktionen in einem Theater zeigen? Nazi-ABC für ‚Negerkinder‘: „Familie Braun“ am Nordharzer Städtebundtheater weiterlesen

Tödlicher Egoismus: „Der Geheimagent“ am Schauspielhaus Magdeburg

Auf der Studiobühne im Magdeburger Schauspielhaus geht es in der aktuellen Spielzeit recht düster, aber dennoch lustig zu. Nachdem David Czesienski bereits „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ für das Theater Magdeburg vor wenigen Monaten erfolgreich inszenierte, widmet er sich mit seinem Kollegen Robert Hartmann dem Stoff des Agententhrillers „Der Geheimagent“ von Joseph Conrad.  Tödlicher Egoismus: „Der Geheimagent“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Vom Dorf zur Metropole: „Düsterbusch City Lights“ am Schauspielhaus Magdeburg

Man soll bekanntlich immer aufhören, wenn es am Schönsten ist. Diesem Motto folgt auch Cornelia Crombholz, Schauspieldirektorin am Theater Magdeburg. Mit „Düsterbusch City Lights“ von Alexander Kühne verabschiedet sie sich vom Magdeburger Publikum und übergibt das Zepter an ihren Nachfolger Tim Kramer. Kann sie sich mit dieser Inszenierung unsterblich am Schauspielhaus machen? Vom Dorf zur Metropole: „Düsterbusch City Lights“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

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Irrsinniger Realitätsverlust: „Hamlet“ an der Schaubühne Berlin

Thomas Ostermeiers Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“ ist seit der Premiere im September 2008 nicht mehr aus dem Programm der Schaubühne Berlin wegzudenken. Seitdem pilgern Menschen aus aller Welt in die deutsche Hauptstadt, um sich selbst ein Bild über den Hype dieser Produktion zu machen oder gar auf ihn aufzuspringen. Doch was macht den Shakespeare-Klassiker so begehrt? Irrsinniger Realitätsverlust: „Hamlet“ an der Schaubühne Berlin weiterlesen

Menschlicher Abschaum: Gorkis „Die Letzten“ am Schauspielhaus Magdeburg

Vor rund 50 Jahren wurde Maxim Gorkis „Die Letzten“ im Schauspielhaus Magdeburg, damals noch unter dem Namen Maxim-Gorki-Theater bekannt, in Deutschland uraufgeführt. Dieses für die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt geschichtsträchtiges Werk ist nun erneut auf der Bühne zu sehen. Die Regie des Familiendramas übernimmt der aus dem Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Milan Peschel.  Menschlicher Abschaum: Gorkis „Die Letzten“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen