Wiedervereinigung oder Boom: Zukunftsfarce „Das Knurren der Milchstraße“ im Schauspielhaus Magdeburg

Der deutsch-koreanische Autor Bonn Park hat gerade einen absoluten Lauf. Sein eigenes Stück „Das Knurren der Milchstraße“ wurde erst im September 2017 am Theater Bielefeld uraufgeführt und gewann sogar beim letztjährigen Theatertreffen in Berlin den 1. Preis des Stückemarktes. Wenige Monate später sieht der Regieassistent Moritz Gärber seine Chance, die preisgekrönte Zukunftsfarce im Rahmen der Reihe „Sprungbrett“ am Theater Magdeburg auf die Science-Fiction-Raumbühne zu bringen.  Wiedervereinigung oder Boom: Zukunftsfarce „Das Knurren der Milchstraße“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Stimmgewaltiges Drama: Strauss‘ „Salome“ im Opernhaus Magdeburg

Produktionen von Richard Strauss und Richard Wagner sind immer wieder auf dem Magdeburger Spielplan zu finden. Im jährlichen Wechsel wird die Neuproduktion einer Oper auf die Bühne gebracht. Dieses Jahr ist Strauss wieder an der Reihe. Auf dem Spielplan steht „Salome“. Für diese Neuinszenierung ist Regisseur Ulrich Schulz der richtige Mann. Aber er hat nicht nur den Regie-Posten übernommen, sondern auch gleichzeitig das Bühnenbild für den Einakter entworfen.  Stimmgewaltiges Drama: Strauss‘ „Salome“ im Opernhaus Magdeburg weiterlesen

People, Profit, Planet: „Zeit der Kannibalen“ im Schauspielhaus

2014 feierte die Kapitalismus-Satire „Zeit der Kannibalen“ von Johannes Naber viele Erfolge. Die starken Dialoge wurden von Kritikern hoch gelobt. Der kammerspielartige Film ist wie für die Bühne gemacht. Mittlerweile hat sich diese Inszenierung als Theateradaption etabliert. Jetzt kann man die Inszenierung von Dominic Friedel auch im Schauspielhaus Magdeburg erleben. People, Profit, Planet: „Zeit der Kannibalen“ im Schauspielhaus weiterlesen

Zynisch und kaltblütig: Léa Wegmann über „Zeit der Kannibalen“

Es ist ein Frühlingsnachmittag, an dem in Magdeburg schon Sommertemperaturen herrschen. Wer die Möglichkeit hat, genießt das schöne Wetter. Aber nicht alle haben viel von der Sonne. Léa Wegmann z.B. Sie steckt gerade mitten in den Proben zu der Inszenierung von „Zeit der Kannibalen“, welche am 04. Mai 2018 Premiere im Schauspielhaus Magdeburg feiert. Doch obwohl sie gerade viel Zeit im Studio verbringt, strahlte sie … Zynisch und kaltblütig: Léa Wegmann über „Zeit der Kannibalen“ weiterlesen

Ein Theaterstück ohne Worte: „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“

Ein Schauspiel, in dem kein einziges Wort gesprochen wird? Das mag für einige schon etwas abschreckend klingen. Es fehlt ihnen die Vorstellung, dass man sich rund zwei Stunden ein Stück ansehen kann, indem es keinen einzigen Dialog oder gar Monolog gibt. Mit Peter Handkes „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“ in der Inszenierung von Cornelia Crombholz am Schauspielhaus Magdeburg zeigt das  Schauspielensemble, dass solch eine Produktion keine gähnende Langeweile vermitteln muss. Ein Theaterstück ohne Worte: „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“ weiterlesen

Ein Jacques-Brel-Liederabend im Schauspielhaus Magdeburg

Im Schauspielhaus werden nicht nur Theaterstücke aufgeführt. Auch ein Liederabend steht des Öfteren seit der Spielzeit 2016/2017 im Programm. Die Rede ist von „Mein Lieb, mein Leid“. Dort werden Lieder von dem belgischen Schauspieler und Sänger Jacque Brel in deutscher Sprache gespielt. Brel gehört zu den wichtigsten Repräsentanten des französischen Chansons. Die Ensembleschauspieler Thomas Schneider und Ralph Opferkuch sind abseits des Theaters selbst Musiker. Neben dem Akkordeonisten Martin Müller und dem Schlagzeuger Max Dorst zeigen die beiden, dass sie nicht nur schauspielerisches Talent besitzen. 
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Schmutzig und indiskret: „Powder Her Face“ am Schauspielhaus Magdeburg

Das Theater Magdeburg glänzt in der aktuellen Spielzeit mit ihren Opern-Inszenierungen. Nun steht wieder eine Produktion auf dem Programm, die 1996 schon einmal aufgeführt wurde. Es ist die Rede von „Powder Her Face“, eine Kammeroper von Thomas Adès. Sie basiert auf dem Leben der britischen Society-Lady Margaret Campbell, der Herzogin von Argyll, die mit ihren sexuellen Eskapaden und dem jahrelangen Scheidungskrieg ihrer zweiten Ehe für Aufsehen sorgte. Doch kann man die berüchtigten Szenen für ein Publikum so in Szene setzen, dass es nicht zu anrüchig wirkt? Ja, kann man. Das beweist die Regisseurin Magdalena Fuchsberger auf vielen Ebenen. 

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Manipuliertes Bewusstsein: Stanislaw Lems „Solaris“ am Schauspielhaus Magdeburg

Wenn man heute das Wort „Solaris“ hört, muss man automatisch an den Science-Fiction-Film von 2002 mit George Clooney in der Hauptrolle denken. Eigentlich basiert die Geschichte auf dem Roman des polnischen Autoren Stanislaw Lem und wurde auch schon viele Jahre zuvor verfilmt. Aber es gibt auch eine Bühnenfassung von Tim Staffel. Diese wurde für die Spielzeit 2017/2018 an das Theater Magdeburg geholt und fand in der russisch-französischen Lucie Berelowitsch eine Regisseurin, die sich dem SciFi-Genre annahm. Am vergangenem Wochenende fand die Premiere statt – zwar nicht mit George Clooney in der Hauptrolle, dafür aber mit dem aufstrebenden Theaterschauspieler Lukas Paul Mundas.  Manipuliertes Bewusstsein: Stanislaw Lems „Solaris“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Tugendhafte Liebe: Telemanns Adaption von Händels „Richard Löwenherz“

Die 24. Magdeburger Telemann-Festtage sind angebrochen und in Zusammenarbeit mit dem Theater Magdeburg wird eine außergewöhnliche Musiktheaterproduktion auf die Bühne des Opernhauses gebracht. Der gebürtige Magdeburger Komponist Georg Philipp Telemann bearbeitete das Werk seines Freundes Georg Friedrich Händel mit dem Originaltitel „Der misslungene Brautwechsel oder Richardus I., König von England“, welches hier als „Richard Löwenherz“ bekannt ist, für die deutsche Bühne.  Tugendhafte Liebe: Telemanns Adaption von Händels „Richard Löwenherz“ weiterlesen