Schmutzig und indiskret: „Powder Her Face“ am Schauspielhaus Magdeburg

Das Theater Magdeburg glänzt in der aktuellen Spielzeit mit ihren Opern-Inszenierungen. Nun steht wieder eine Produktion auf dem Programm, die 1996 schon einmal aufgeführt wurde. Es ist die Rede von „Powder Her Face“, eine Kammeroper von Thomas Adès. Sie basiert auf dem Leben der britischen Society-Lady Margaret Campbell, der Herzogin von Argyll, die mit ihren sexuellen Eskapaden und dem jahrelangen Scheidungskrieg ihrer zweiten Ehe für Aufsehen sorgte. Doch kann man die berüchtigten Szenen für ein Publikum so in Szene setzen, dass es nicht zu anrüchig wirkt? Ja, kann man. Das beweist die Regisseurin Magdalena Fuchsberger auf vielen Ebenen. 

Schmutzig und indiskret: „Powder Her Face“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Fernweh – oder doch Heimweh?!

Diese Seite mutiert schon fast zu einem reinen Theaterblog. So war das natürlich nicht gedacht. Deswegen versuche ich heute mal wieder ein bisschen Abwechslung hineinzubringen. Denn diejenigen, die einen Teil von meinem Leben auf Instagram verfolgen, wissen, dass ich eine ganz besondere Verbindung zu Bukarest habe. Vor genau einem Jahr befand ich mich dort, um mein Auslandspraktikum zu absolvieren. Da es für mich mit die bisher schönste Zeit meines Lebens war, schwelge ich oft in Erinnerungen und denke noch immer täglich an bestimmte Momente zurück – vielleicht auch ein bisschen zu oft. Trotzdem möchte ich heute einfach mal ein paar Sachen schriftlich festhalten, damit ihr ein paar Eindrücke besser nachvollziehen könnt.  Fernweh – oder doch Heimweh?! weiterlesen

Manipuliertes Bewusstsein: Stanislaw Lems „Solaris“ am Schauspielhaus Magdeburg

Wenn man heute das Wort „Solaris“ hört, muss man automatisch an den Science-Fiction-Film von 2002 mit George Clooney in der Hauptrolle denken. Eigentlich basiert die Geschichte auf dem Roman des polnischen Autoren Stanislaw Lem und wurde auch schon viele Jahre zuvor verfilmt. Aber es gibt auch eine Bühnenfassung von Tim Staffel. Diese wurde für die Spielzeit 2017/2018 an das Theater Magdeburg geholt und fand in der russisch-französischen Lucie Berelowitsch eine Regisseurin, die sich dem SciFi-Genre annahm. Am vergangenem Wochenende fand die Premiere statt – zwar nicht mit George Clooney in der Hauptrolle, dafür aber mit dem aufstrebenden Theaterschauspieler Lukas Paul Mundas.  Manipuliertes Bewusstsein: Stanislaw Lems „Solaris“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Tugendhafte Liebe: Telemanns Adaption von Händels „Richard Löwenherz“

Die 24. Magdeburger Telemann-Festtage sind angebrochen und in Zusammenarbeit mit dem Theater Magdeburg wird eine außergewöhnliche Musiktheaterproduktion auf die Bühne des Opernhauses gebracht. Der gebürtige Magdeburger Komponist Georg Philipp Telemann bearbeitete das Werk seines Freundes Georg Friedrich Händel mit dem Originaltitel „Der misslungene Brautwechsel oder Richardus I., König von England“, welches hier als „Richard Löwenherz“ bekannt ist, für die deutsche Bühne.  Tugendhafte Liebe: Telemanns Adaption von Händels „Richard Löwenherz“ weiterlesen

Nichts für schwache Nerven – „A Clockwork Orange“ im Schauspielhaus Magdeburg

Dank der Verfilmung von Stanley Kubick hat der Roman „A Clockwork Orange“ von dem britischen Autor Anthony Burgess Kultstatus erreicht. Durch die Thematik ist der Film sehr brutal. Kann man solch einen Stoff überhaupt überzeugend auf die Bühne bringen? Cornelia Crombholz und Christiane Hercher zeigen in ihrer Inszenierung für das Schauspielhaus Magdeburg, dass es funktionieren kann.  Nichts für schwache Nerven – „A Clockwork Orange“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

(K)eine Bilderbuchhochzeit?! – Bertold Brechts „Die Kleinbürgerhochzeit“ im Schauspielhaus Magdeburg

Wenn ein Paar Hochzeit feiert, dann träumt es davon, dass es der schönste Tag in ihrem Leben wird. Doch manchmal ist so eine Feier in der Vorstellung schöner als in der Realität. Das hat auch auch der 21-jährige Medizin- und Philosophiestudent Bertold Brecht zu seiner Zeit beobachtet und den Einakter „Die Kleinbürgerhochzeit“ getextet. Dies ist wohl das bekannteste Bühnenstück von Brecht und es wird noch heute in diversen Schauspielhäusern aufgeführt. Auch Magdeburg zieht jetzt unter der Regie von Peter Kleinert mit.  (K)eine Bilderbuchhochzeit?! – Bertold Brechts „Die Kleinbürgerhochzeit“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Science-Fiction-Farce „Ab jetzt“ im Schauspielhaus Magdeburg

Herzlich Willkommen in der „Raumstation Paradies“. Das Theater Magdeburg  rüstet in Sachen Zukunft buchstäblich auf. Unter der Leitung von Ausstatterin Christiane Hercher verwandelt sich die Studiobühne des Schauspielhauses für einige Inszenierungen in eine spacige Raumbühne. Was heißt das? Das Publikum sitzt mitten im Geschehen des jeweiligen Stückes. Eines dieser Stücke heißt „Ab jetzt“, welches vom britischen Komödienaltmeister Alan Ayckbourn 1987 uraufgeführt wurde. Science-Fiction-Farce „Ab jetzt“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

„Noch war er frei!“ – Franz Kafkas „Der Prozess“ als Zwei-Personenstück im Schauspielhaus Magdeburg

Der Großteil von Schülern der Oberstufe in Deutschland treten unweigerlich mit mindestens einem der Werke von Franz Kafka in Kontakt. Dabei setzen sie sich unabhängig von der Lektüre mit dem immer wiederkehrenden Protagonisten K. auseinander. Seine Lektüre ist bekanntlich keine leichte Kost. Das findet auch Schauspieler Uwe Fischer. Eigentlich gehört er seit der aktuellen Spielzeit dem Schauspielensemble im Schauspielhaus Magdeburg an. Doch im Rahmen der Reihe „Sprungbrett“ stellt er seine erste Regiearbeit auf die Beine – und das nur als ein dynamisches Zwei-Personenstück. „Noch war er frei!“ – Franz Kafkas „Der Prozess“ als Zwei-Personenstück im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen