Schmutzig und indiskret: „Powder Her Face“ am Schauspielhaus Magdeburg

Das Theater Magdeburg glänzt in der aktuellen Spielzeit mit ihren Opern-Inszenierungen. Nun steht wieder eine Produktion auf dem Programm, die 1996 schon einmal aufgeführt wurde. Es ist die Rede von „Powder Her Face“, eine Kammeroper von Thomas Adès. Sie basiert auf dem Leben der britischen Society-Lady Margaret Campbell, der Herzogin von Argyll, die mit ihren sexuellen Eskapaden und dem jahrelangen Scheidungskrieg ihrer zweiten Ehe für Aufsehen sorgte. Doch kann man die berüchtigten Szenen für ein Publikum so in Szene setzen, dass es nicht zu anrüchig wirkt? Ja, kann man. Das beweist die Regisseurin Magdalena Fuchsberger auf vielen Ebenen. 

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Manipuliertes Bewusstsein: Stanislaw Lems „Solaris“ am Schauspielhaus Magdeburg

Wenn man heute das Wort „Solaris“ hört, muss man automatisch an den Science-Fiction-Film von 2002 mit George Clooney in der Hauptrolle denken. Eigentlich basiert die Geschichte auf dem Roman des polnischen Autoren Stanislaw Lem und wurde auch schon viele Jahre zuvor verfilmt. Aber es gibt auch eine Bühnenfassung von Tim Staffel. Diese wurde für die Spielzeit 2017/2018 an das Theater Magdeburg geholt und fand in der russisch-französischen Lucie Berelowitsch eine Regisseurin, die sich dem SciFi-Genre annahm. Am vergangenem Wochenende fand die Premiere statt – zwar nicht mit George Clooney in der Hauptrolle, dafür aber mit dem aufstrebenden Theaterschauspieler Lukas Paul Mundas.  Manipuliertes Bewusstsein: Stanislaw Lems „Solaris“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Nichts für schwache Nerven – „A Clockwork Orange“ im Schauspielhaus Magdeburg

Dank der Verfilmung von Stanley Kubick hat der Roman „A Clockwork Orange“ von dem britischen Autor Anthony Burgess Kultstatus erreicht. Durch die Thematik ist der Film sehr brutal. Kann man solch einen Stoff überhaupt überzeugend auf die Bühne bringen? Cornelia Crombholz und Christiane Hercher zeigen in ihrer Inszenierung für das Schauspielhaus Magdeburg, dass es funktionieren kann.  Nichts für schwache Nerven – „A Clockwork Orange“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

(K)eine Bilderbuchhochzeit?! – Bertold Brechts „Die Kleinbürgerhochzeit“ im Schauspielhaus Magdeburg

Wenn ein Paar Hochzeit feiert, dann träumt es davon, dass es der schönste Tag in ihrem Leben wird. Doch manchmal ist so eine Feier in der Vorstellung schöner als in der Realität. Das hat auch auch der 21-jährige Medizin- und Philosophiestudent Bertold Brecht zu seiner Zeit beobachtet und den Einakter „Die Kleinbürgerhochzeit“ getextet. Dies ist wohl das bekannteste Bühnenstück von Brecht und es wird noch heute in diversen Schauspielhäusern aufgeführt. Auch Magdeburg zieht jetzt unter der Regie von Peter Kleinert mit.  (K)eine Bilderbuchhochzeit?! – Bertold Brechts „Die Kleinbürgerhochzeit“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Science-Fiction-Farce „Ab jetzt“ im Schauspielhaus Magdeburg

Herzlich Willkommen in der „Raumstation Paradies“. Das Theater Magdeburg  rüstet in Sachen Zukunft buchstäblich auf. Unter der Leitung von Ausstatterin Christiane Hercher verwandelt sich die Studiobühne des Schauspielhauses für einige Inszenierungen in eine spacige Raumbühne. Was heißt das? Das Publikum sitzt mitten im Geschehen des jeweiligen Stückes. Eines dieser Stücke heißt „Ab jetzt“, welches vom britischen Komödienaltmeister Alan Ayckbourn 1987 uraufgeführt wurde. Science-Fiction-Farce „Ab jetzt“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

„Noch war er frei!“ – Franz Kafkas „Der Prozess“ als Zwei-Personenstück im Schauspielhaus Magdeburg

Der Großteil von Schülern der Oberstufe in Deutschland treten unweigerlich mit mindestens einem der Werke von Franz Kafka in Kontakt. Dabei setzen sie sich unabhängig von der Lektüre mit dem immer wiederkehrenden Protagonisten K. auseinander. Seine Lektüre ist bekanntlich keine leichte Kost. Das findet auch Schauspieler Uwe Fischer. Eigentlich gehört er seit der aktuellen Spielzeit dem Schauspielensemble im Schauspielhaus Magdeburg an. Doch im Rahmen der Reihe „Sprungbrett“ stellt er seine erste Regiearbeit auf die Beine – und das nur als ein dynamisches Zwei-Personenstück. „Noch war er frei!“ – Franz Kafkas „Der Prozess“ als Zwei-Personenstück im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Nachtklub Spezial: „Howie the Rookie“

Marian Kindermann. Habt ihr den Namen schon mal gehört? Nein? Ihr habt ihn also höchstens mal in einer meiner Rezensionen gelesen, richtig? Nun, ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr ihn trotzdem kennt. Sein Gesicht habt ihr bestimmt irgendwo schon mal gesehen. Vielleicht kennt ihr ihn ja aus dem Fernsehen. Oder noch besser: aus dem Kino. 2012 spielte er die männliche Hauptrolle in Sönke Wortmanns Komödie „Das Hochzeitsvideo“. Na, dämmert’s bei euch? Wenn nicht, dann schaut euch einfach den Trailer auf YouTube an und der Ahhhhh-Effekt wird sofort eintreten. Versprochen. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er festes Ensemblemitglied am Theater Magdeburg – und ich bin ziemlich glücklich darüber. Denn dieser Kindermann hat echt was drauf – auch musikalisch. Für das Nachtklub-Spezial, welches am 04. Februar im Schauspielhaus stattfand, gab man ihm mit „Howie the Rookie“ von Marc O“Rowe eine One-Man-Show. Ist das doch nicht etwas zu viel des Guten, wenn man überlegt, in wie vielen Stücken er diese Spielzeit zu sehen ist?  Nachtklub Spezial: „Howie the Rookie“ weiterlesen

„Das wird nie ein Film!“ – „Mondlicht und Magnolien“ zum letzten Mal im Schauspielhaus

„Vom Winde verweht“ ist einer der größten US-Filme aller Zeiten. Jeder hat den Namen der Literaturverfilmung schon einmal gehört und meistens sogar auch gesehen. Die Produktion zog sich in die Länge und viele Stolpersteine mussten auf dem Weg zum großen Erfolg beiseite geschafft werden. Der Drehbuchautor Ron Hutchinson schrieb mit „Mondlicht und Magnolien“ ein Theaterstück, welches auf wahren Begebenheiten der Vorproduktion des weltbekannten Films beruht. Ruth Messing holte die Komödie auf die Theaterbühne in Magdeburg.  „Das wird nie ein Film!“ – „Mondlicht und Magnolien“ zum letzten Mal im Schauspielhaus weiterlesen