Tödlicher Egoismus: „Der Geheimagent“ am Schauspielhaus Magdeburg

Auf der Studiobühne im Magdeburger Schauspielhaus geht es in der aktuellen Spielzeit recht düster, aber dennoch lustig zu. Nachdem David Czesienski bereits „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ für das Theater Magdeburg vor wenigen Monaten erfolgreich inszenierte, widmet er sich mit seinem Kollegen Robert Hartmann dem Stoff des Agententhrillers „Der Geheimagent“ von Joseph Conrad.  Tödlicher Egoismus: „Der Geheimagent“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Vom Dorf zur Metropole: „Düsterbusch City Lights“ am Schauspielhaus Magdeburg

Man soll bekanntlich immer aufhören, wenn es am Schönsten ist. Diesem Motto folgt auch Cornelia Crombholz, Schauspieldirektorin am Theater Magdeburg. Mit „Düsterbusch City Lights“ von Alexander Kühne verabschiedet sie sich vom Magdeburger Publikum und übergibt das Zepter an ihren Nachfolger Tim Kramer. Kann sie sich mit dieser Inszenierung unsterblich am Schauspielhaus machen? Vom Dorf zur Metropole: „Düsterbusch City Lights“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Sticky

Irrsinniger Realitätsverlust: „Hamlet“ an der Schaubühne Berlin

Thomas Ostermeiers Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“ ist seit der Premiere im September 2008 nicht mehr aus dem Programm der Schaubühne Berlin wegzudenken. Seitdem pilgern Menschen aus aller Welt in die deutsche Hauptstadt, um sich selbst ein Bild über den Hype dieser Produktion zu machen oder gar auf ihn aufzuspringen. Doch was macht den Shakespeare-Klassiker so begehrt? Irrsinniger Realitätsverlust: „Hamlet“ an der Schaubühne Berlin weiterlesen

Menschlicher Abschaum: Gorkis „Die Letzten“ am Schauspielhaus Magdeburg

Vor rund 50 Jahren wurde Maxim Gorkis „Die Letzten“ im Schauspielhaus Magdeburg, damals noch unter dem Namen Maxim-Gorki-Theater bekannt, in Deutschland uraufgeführt. Dieses für die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt geschichtsträchtiges Werk ist nun erneut auf der Bühne zu sehen. Die Regie des Familiendramas übernimmt der aus dem Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Milan Peschel.  Menschlicher Abschaum: Gorkis „Die Letzten“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Todgeweihte Zeitzeugen: „Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei“ am Schauspielhaus Magdeburg

Im Januar des aktuellen Jahres jährte sich die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum 100. Mal. Um die Geschichte nicht zu vergessen und der aktuellen Generation nochmal zu zeigen, was sich von November 1918 bis Januar 1919 zugetragen hat, nahm sich die deutschsprachige Gegenwartsdramatikerin Felicia Zeller den vierten Band aus Alfred Döblins Roman-Reihe „November 1918“ zur Hand und kreierte eine Bühnenfassung. Diese bringt sie nun erstmals in der Regie von Marie Bues ins Studio des Magdeburger Schauspielhauses.  Todgeweihte Zeitzeugen: „Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Sticky

Das Böse als Sympathieträger: „Richard III.“ an der Schaubühne Berlin

Sobald der Startschuss für den Kartenvorverkauf eines nächsten Monats an der Berliner Schaubühne fällt, handelt es sich nur um wenige Minuten, bis alle Tickets sämtlicher Stücke vergriffen sind. So auch bei Thomas Ostermeiers Inszenierung von William Shakespeares  „Richard III.“. Welche Szenen sich an den Abenden der Aufführungen abspielen, kennt man meistens nur von besonders begehrten Konzerten oder Fußballspielen. Diverse Leute versammeln sich bei Wind und Wetter vor dem Theater mit einem Schild, auf dem geschrieben steht, dass sie noch Tickets suchen. Doch meistens warten sie vergeblich. Seit rund vier Jahren ist jede „Richard III.“-Vorstellung ausverkauft. Die Nachfrage nimmt nicht ab. Doch welche Faszination verbirgt sich hinter der Ostermeier-Produktion? Das Böse als Sympathieträger: „Richard III.“ an der Schaubühne Berlin weiterlesen

Sticky

2018: Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Und wieder geht ein  Jahr vorbei. Ein Jahr, was mir besonders in Erinnerung bleiben wird. Ein Jahr, in dem es eine emotionale Berg- und Talfahrt gab. Ich durfte live dabei sein, als der 1. FC Magdeburg erstmalig in die 2. Bundesliga aufstieg. Außerdem ist 2018 die Liebe zum Theater nochmal um ein 823478129faches gewachsen. Ich habe meinen Bachelorabschluss erhalten. Im Anschluss habe ich gleich einen Job als Redakteurin ergattern können. Ich wurde geküsst, so wie man es sonst nur aus hochkarätig besetzten Hollywood-Schnulzen kennt. Aber neben all den schönen Dingen ereigneten sich auch Sachen, die mit Trauer und Schmerz verbunden sind. So musste ich zum Beispiel dieses Jahr von dem ein oder anderen Wegbegleiter Abschied nehmen – von manchen sogar für immer. Dann gab es auch Zeiten, wo ich mich als Fußabtreter einer höheren Gesellschaft gefühlt habe. Doch glücklicherweise habe ich mich nie gänzlich von den weniger schönen Ereignissen in den Boden stampfen lassen. In den folgenden Zeilen mache ich mich ein wenig nackig und gebe ein wenig aus meinem tiefsten Inneren preis, was man sonst von mir nicht sieht.  2018: Eine Achterbahnfahrt der Gefühle weiterlesen

Bizarres Ableben des Menschen: „Warten auf Godot“ am Schauspielhaus Magdeburg

Wer sich dafür entscheidet, Samuel Becketts „Warten auf Godot“ auf die Bühne zu bringen, der riskiert viel. Es kann entweder ein riesiger Erfolg werden oder gar völlig nach hinten losgehen. Der ukrainische Regisseur Stas Zhyrkov hat sich der Aufgabe angenommen, dieses absurde Theaterstück am Schauspielhaus Magdeburg zu inszenieren. Doch hat er sich mit dieser Inszenierung zu viel zugemutet? Bizarres Ableben des Menschen: „Warten auf Godot“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen