Taktische Ausreden: „Bezahlt wird nicht!“ am Schauspielhaus Magdeburg

Das Theater Magdeburg hat sich für die italienische Farce „Bezahlt wird nicht!“ von Dario Fo eine ganz besondere Promo-Aktion ausgedacht. Auf ihren gelben Plakaten, die in der ganzen Stadt hängen, steht geschrieben: „Klaut dieses Plakat!“ Es sollte die vorbeigehenden Leute zum Schmunzeln anregen. Aber einige versuchten dieser Aufforderung tatsächlich nachzukommen. Für Peter Kleinert, dem Regisseur des Schauspiels, scheint die Art von Werbung mehr als geglückt zu sein. Taktische Ausreden: „Bezahlt wird nicht!“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Am Rande des (Ehe)wahnsinns: Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ am Schauspielhaus Magdeburg

In der vergangenen Spielzeit feierte Yasmina Rezas „Kunst“ in der Inszenierung von David Schliesing große Erfolge am Theater Magdeburg. Ein Jahr später bringt er Rezas Komödie „Drei Mal Leben“ auf die Bühne. Kann Schliesing mit dieser Produktion erneut für ausverkaufte Vorstellungen sorgen?  Am Rande des (Ehe)wahnsinns: Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

People, Profit, Planet: „Zeit der Kannibalen“ im Schauspielhaus

2014 feierte die Kapitalismus-Satire „Zeit der Kannibalen“ von Johannes Naber viele Erfolge. Die starken Dialoge wurden von Kritikern hoch gelobt. Der kammerspielartige Film ist wie für die Bühne gemacht. Mittlerweile hat sich diese Inszenierung als Theateradaption etabliert. Jetzt kann man die Inszenierung von Dominic Friedel auch im Schauspielhaus Magdeburg erleben. People, Profit, Planet: „Zeit der Kannibalen“ im Schauspielhaus weiterlesen

Ein Theaterstück ohne Worte: „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“

Ein Schauspiel, in dem kein einziges Wort gesprochen wird? Das mag für einige schon etwas abschreckend klingen. Es fehlt ihnen die Vorstellung, dass man sich rund zwei Stunden ein Stück ansehen kann, indem es keinen einzigen Dialog oder gar Monolog gibt. Mit Peter Handkes „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“ in der Inszenierung von Cornelia Crombholz am Schauspielhaus Magdeburg zeigt das  Schauspielensemble, dass solch eine Produktion keine gähnende Langeweile vermitteln muss. Ein Theaterstück ohne Worte: „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“ weiterlesen

Manipuliertes Bewusstsein: Stanislaw Lems „Solaris“ am Schauspielhaus Magdeburg

Wenn man heute das Wort „Solaris“ hört, muss man automatisch an den Science-Fiction-Film von 2002 mit George Clooney in der Hauptrolle denken. Eigentlich basiert die Geschichte auf dem Roman des polnischen Autoren Stanislaw Lem und wurde auch schon viele Jahre zuvor verfilmt. Aber es gibt auch eine Bühnenfassung von Tim Staffel. Diese wurde für die Spielzeit 2017/2018 an das Theater Magdeburg geholt und fand in der russisch-französischen Lucie Berelowitsch eine Regisseurin, die sich dem SciFi-Genre annahm. Am vergangenem Wochenende fand die Premiere statt – zwar nicht mit George Clooney in der Hauptrolle, dafür aber mit dem aufstrebenden Theaterschauspieler Lukas Paul Mundas.  Manipuliertes Bewusstsein: Stanislaw Lems „Solaris“ am Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

„Noch war er frei!“ – Franz Kafkas „Der Prozess“ als Zwei-Personenstück im Schauspielhaus Magdeburg

Der Großteil von Schülern der Oberstufe in Deutschland treten unweigerlich mit mindestens einem der Werke von Franz Kafka in Kontakt. Dabei setzen sie sich unabhängig von der Lektüre mit dem immer wiederkehrenden Protagonisten K. auseinander. Seine Lektüre ist bekanntlich keine leichte Kost. Das findet auch Schauspieler Uwe Fischer. Eigentlich gehört er seit der aktuellen Spielzeit dem Schauspielensemble im Schauspielhaus Magdeburg an. Doch im Rahmen der Reihe „Sprungbrett“ stellt er seine erste Regiearbeit auf die Beine – und das nur als ein dynamisches Zwei-Personenstück. „Noch war er frei!“ – Franz Kafkas „Der Prozess“ als Zwei-Personenstück im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen

Es weihnachtet schwer – „Schöne Bescherungen“ im Schauspielhaus Magdeburg

Alle Jahre wieder läuft in der Weihnachtszeit das gleiche Programm in der Glotze. Viele freuen sich auf die Tradition, aber es gibt auch welche, die einfach nur genervt davon sind. Dabei ist es egal, ob es sich dabei um ein Film für die ganze Familie handelt. Wieso nicht einfach mal mit den Liebsten ins Theater gehen? Im Schauspielhaus Magdeburg wird seit der Spielzeit 2016/2017 die Komödie „Schöne Bescherungen“ von Alan Ayckbourn aufgeführt, welche für das Theater von Caroline Stolz inszeniert wurde. Auch in der aktuellen Spielzeit ist dieses Stück gut besucht. Doch warum lohnt sich das mehr als ein Abend vorm Fernseher? Es weihnachtet schwer – „Schöne Bescherungen“ im Schauspielhaus Magdeburg weiterlesen