Mit Bus und Bahn durch Bukarest

Als Tourist möchte man vor allem viel von seinem Reiseziel sehen. Auch in Bukarest ist das natürlich der Fall. Und dort gibt es wirklich sehr viel zu sehen. Am besten geht man einfach zu Fuß. Wenn man evtl. einen weiteren Weg zurücklegen möchte, empfehlen sich hierfür die öffentlichen Verkehrsmittel. Doch nicht jedes öffentliche Verkehrsmittel ist so easy zu nehmen. Besonders als Tourist, der die rumänische Sprache nicht beherrscht, könnte hier ein paar Probleme haben. Aber dennoch ist es nicht unmöglich sein Ziel zu erreichen. 

Besonders empfehlenswert ist die Nutzung der U-Bahn. Das U-Bahn-Netz umfasst derzeit vier Linien und 45 Haltestellen. Die Züge fahren alle fünf bis sieben Minuten zwischen 05:30 und 23:30 Uhr. Einzel- und Rückfahrkarten kosten umgerechnet rund 0,50€. Eine Zehnerkarte erhält man für rund 2,00€. Man sollte aber bei der Station genau darauf achten, in welche Richtung man fahren muss. Die Haltestellen sind an manchen Bahnhöfen nicht eindeutig gekennzeichnet. Also Augen auf. In manchen Zügen ist auch keine Anzeige sichtbar. Deswegen empfiehlt es sich, wenn man weiß, wie die Station richtig ausgesprochen wird, damit man die Ansage auch nachvollziehen kann. Und man braucht sich auch keine Sorgen machen, dass die Ansage zu leise ist. Wer öfter mit der Metro fährt, sollte auch von einem Gefühl der Sicherheit begleitet werden. In jedem Abteil befindet sich ein Sicherheitsmann, der ein Auge auf die Fahrgäste wirft. Deswegen verkehrt man mit dem Zug ziemlich friedlich.

Mit dem Bus (es gibt auch einen süßen Trolleybus, eine Kombination aus Bus und Straßenbahn) oder der Straßenbahn wird es da schon ein bisschen komplizierter. Hier greift nämlich das System der bargeldlosen Bezahlung. In Magdeburg wissen die Fußballgänger genau, wovon ich rede. Man muss sich an einem Schalter eine aufladbare Karte kaufen. Da geht das Problem schon los. Die meisten Menschen, die an so einem Schalter sitzen, können weder Englisch noch Deutsch. Sollte man doch an so eine Karte kommen, muss man die mit Geld aufladen. Der Rest erklärt sich von alleine. Da ist das System vom Flughafen in die Stadt viel besser. Dort reicht es nämlich, wenn man eine SMS versendet. Aber leider gilt das halt nur für diese Linien.

Man könnte die Stadt allerdings auf zwei Rädern erkunden. Mit einem Fahrrad kommt man weit ziemlich weit. Aber Vorsicht: Obwohl es direkt gekennzeichnete Fahrradwege gibt, darf man diese nicht unbedingt nutzen. Komisch, ich weiß. Deswegen sollte man entweder Kontakte zu jemandem haben, der einem erklären kann, wo man fahren darf und wo nicht oder man lässt es ganz bleiben. Der einfachste Weg führt über einen Cityroller. In Deutschland schaut man die Menschen, die mit solch einem Gerät noch durch die Gegend fahren, mit einem merkwürdigen Blick an. In Rumänien allerdings ist das völlig normal.

Wenn man durch die Straßen von Bukarest schlendert, dann fällt einem sofort etwas ins Auge: die vielen gelben Autos. Ja, es sind tatsächlich Taxen. Man hat teilweise das Gefühl, dass es mehr Taxen als private Autos gibt. In Deutschland ist für einen normalen Bürger die Nutzung eines Taxis nur dann eine Option, wenn es keine weiteren Alternativen mehr gibt. Warum? Es ist einfach schlichtweg zu teuer. So aber nicht in Bukarest. Dort bezahlt man nur die Kilometer, die man gefahren ist. Keine Stand- und Wartezeiten oder andere Sachen. Und jetzt kommt’s: Ein Kilometer kostet rund 0,30€. 0,30€! Das ist fast unglaublich. Hier ein kurzer Vergleich aus meinen Erfahrungen: Es ist nicht lange her, da musste ich in einer deutschen Großstadt zusammen mit einem Freund ein Taxi nehmen. Rund acht Kilometer mussten wir uns fahren lassen. Die Endsumme betrug rund 20,00€. 20,00€ für sieben Kilometer. Da in Bukarest in der Nacht keine Bahnen fahren, ist man quasi gezwungen solch ein Speed-Taxi zu nehmen. Es waren auch wieder sieben Kilometer, die wir zurücklegen mussten. Letztendlich kostete diese Spritztour nur rund 3,00€. Ja, ihr habt richtig gelesen. In Bukarest kann man also ohne Bedenken ein Taxi rufen. Man sollte nur darauf achten, dass ein Taxameter im Auto vorhanden ist und man nicht über’s Ohr gehauen wird.

Fazit: Es muss nicht immer teuer sein, wenn man sein Ziel in Bukarest so schnell wie möglich erreichen möchte. Einiges klingt etwas kompliziert, aber es ist nicht unmöglich.

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