Filme, die jeder gesehen haben sollte

Es gibt eine riesige Bandbreite an Filmen. Nicht umsonst bin ich verrückt nach ihnen. Seit 2013 bin ich Dauergast im Kino und gucke mir fast jeden Streifen an, der dort läuft. Doch nicht jeder Film bleibt mir detailliert im Gedächtnis. Nur wenige Leinwand-Projektionen schaffen es, dass ich mir die Namen der Figuren oder Textpassagen merke. Da muss wirklich was kommen, was heraussticht.
So ging es mir schon als kleines Kind. Ich konnte z.B. jede Rolle aus „Titanic“ auswendig und meine Mama, meine Oma und meine Uroma mussten manchmal zusehen, wie ich den ganzen Film nachspielte. Ja, auch die Szene, wo Kate Winslet nackt auf der Couch liegt habe ich originalgetreu nachgestellt.
Oh, ich schweife gerade etwas vom Thema ab. Jedenfalls gab es auch schon Filme, die ich als kleines Mädchen sehr toll fand und von denen ich noch immer davon überzeugt bin, dass jeder Bewohner der Erde diese kennen sollte. Drei davon möchte ich euch kurz mal vorstellen.

„Die unendliche Geschichte“
Es ist nicht nur ein toller Roman von Michael Ende, sondern auch ein grandioses Filmwerk von Wolfgang Petersen als Regisseur und u.a. Bernd Eichinger als Produzent. Die Story, die Figuren, die Spezialeffekte – hier funktioniert irgendwie alles. Vor allem für ein Film aus den 80er Jahren war er nicht nur zu seiner Zeit schön anzusehen, sondern auch heute noch. Egal ob Jung oder Alt: Hier wird jeder mitgezogen. Träumen ist erlaubt.
Als Kind wollte ich auch so sein wie Bastian. Ich wollte das Buch finden, dass Auryn besitzen, gegen das Nichts kämpfen, mit Fuchur durch Phantásien fliegen, die Kindliche Kaiserin im Elfenbeinturm besuchen, ihr einen Namen geben und und und. Sogar meine Fische nannte ich Atréju und Artax, die aber nur wenige Tage lebten. Ich hatte einen wirklich fiesen Albtraum von Gmork, der mich jagte. Als ich irgendwann das Lesen erlernt habe und somit auch endlich das Buch studieren konnte, war ich schon traurig, dass es wirklich nicht so funktionierte, wie in dem Film. Wenn ich den Film gucke, werde ich an all diese Dinge erinnert und ertappe mich dabei, wie ich mir noch immer wünsche, dass ich irgendwann die Rolle von Bastian in meinem richtigen Leben einnehme.

„Charlie und die Schokoladenfabrik“
Das ist auch ein Film, von dem man nicht genug kriegen kann. Vor allem in der Weihnachtszeit wird dieser gerne im Fernsehen ausgestrahlt, weil er wirklich für die ganze Familie ist. So emotional und mit so viel Liebe gemacht. Fünf verschiedene Kinder aus unterschiedlichen Schichten und ein gutmütiger Schokoladenfabrikant, der teilweise wirklich verpeilt wirkt. Man erkennt sich entweder in einen der Figuren oder Familien wieder oder muss schmunzeln, weil man die Arten von Menschen kennt. Neben einer wirklich schön erzählten Geschichte gibt es ein kleines Farbenspektakel auf die Augen und einige nette Lieder auf’s Ohr. Außerdem ist er auch unglaublich witzig. Einfach gelungen.
Wie sehr ich mit Charlie mitgefühlt habe und es auch heute noch tue. Und meine Abneigung zu Veruca Salt und ihrem Vater habe ich noch immer nicht ablegen können. Daran sieht man, wie gut die Schauspieler ihre Rollen verkörpert haben. Neben meiner Sympathie zu Charlie und seiner Familie und die zu Willy Wonka, fand ich auch Augustus Glupsch und seine Mutter recht unterhaltsam. Einige Jahre später fand ich heraus, dass beide Schauspieler Deutsche sind, was ich besonders cool fand. Und vor nicht allzu langer Zeit lernte ich dann Philip Wiegratz, der den Augustus Glupsch verkörperte, persönlich kennen – nicht in einer Schokoladenfabrik, sondern auf einer Erotikmesse. (Nur als kleine Anekdote am Rande.)

„Supersonic Man“
Ihr habt noch nie von diesem Film gehört? Das ist wirklich traurig. Supersonic Man ist noch ein viel stärkerer Superheld als alle Marvel-Figuren zusammen. Ihr glaubt mir nicht? Dann schaut euch genau JETZT erstmal den Trailer an. Einfach „Supersonic Man“ in der Suchleiste bei YouTube eingeben.
Und jetzt denkt ihr bestimmt, dass ich total einen an der Klatsche habe. Nun, vielleicht habe ich das sogar. Es kann nicht immer gute Filme geben, die man gesehen haben muss. Dieser z.B. wird auch als SchleFaZ bezeichnet, was ausgeschrieben „Schlechtester Film aller Zeiten“ bedeutet. Das dachte ich auch erst, aber gerade weil er nicht gut ist, ist er doch irgendwie wieder total unterhaltsam. Normalerweise sind wir andere Bilder gewohnt und vor allem auch viel bessere Effekte. Aber wenn man weiß, dass „Krieg der Sterne“ 1977 ausgestrahlt wurde und dieser hier zwei Jahre später, ist es zum Vergleich einfach ein Muss. Vor allem eignet sich dieser spanische Science-Fiction-Film hervorragend für ein Trinkspiel. Setzt euch einfach mal mit euren Freunden zusammen und trinkt nach jeder neuen Superkraft, die Supersonic Man entwickelt, einen Shot. Wer nicht viel verträgt, der sollte allerdings nicht mitspielen.
Aber vielleicht wird es auch euer neuer Lieblingssuperheld. Wie cool ist es denn bitte, wenn man eine Waffe mit einem kurzen Blick zu einer Banane verwandeln kann? Und nicht zu vergessen: der Titel-Song. Der ist auch grandios und macht gute Laune.

Nach dem dritten Film zweifelt ihr höchst wahrscheinlich meine Kompetenz an. Aber manchmal verpasst man auch was, wenn man nur die guten Streifen sieht. Vielleicht könnt ihr mir da ein wenig zustimmen.

Einige fragen sich jetzt bestimmt, warum „Mad Max: Fury Road“ hier nicht aufgelistet wurde. Nun, dieser Film ist wirklich nichts für jedermann. Ich habe mich eher darauf konzentriert, wo ich finde, dass Kinder und Erwachsene den Film gesehen haben sollten und wovon ich ausgehe, dass davon auch vieles im Gedächtnis bleibt, ihn auch gerne mal wieder guckt oder anderen Leuten davon erzählt.

Ansonsten könnte man noch spezifisch auf die verschiedenen Genre eingehen, aber das wäre jetzt glaube wirklich zu viel des Guten.

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