„Star Wars: Das Erwachen der Macht“

Ich war anfangs gar nicht davon begeistert, dass die „Star Wars“-Saga fortgesetzt wird. Als großer Fan, wie ich es bin, hätte ich mich eigentlich freuen sollen. Doch ich bin kein Freund davon, wenn eine Reihe kein Ende findet. Diese Einstellung behielt ich auch für Episode VII bei – bis der zweite Trailer veröffentlicht wurde. „Chewie, wir sind zu Hause.“ Diese Worte und das Bild, was sich mir danach bot, füllte meine Augen mit Freudentränen und ich verspürte Gänsehaut am ganzen Körper. Da war mir klar, dass mich das Fieber erneut gepackt hat. Was ich außerdem sehr interessant fand: Es wurde bis zur Veröffentlichung ein großes Geheimnis um die Handlung gemacht. Deswegen wurde ich mit der Zeit immer ungeduldiger. Vor allem die letzte Woche war nur noch eine Qual, weil ich endlich wissen wollte, was passieren wird. 12 Stunden vor der Premiere hörte ich mir den Soundtrack von Episode IV zur Einstimmung an. Um 23 Uhr traf ich mich dann mit meinen Freunden vorm Kino. Dort liefen uns schon Kylo Ren (der neue Bösewicht), ein Stormtrooper und zwei Jedimeister über den Weg. Da ich aber während der Vorstellung nicht gestört werden wollte, setzte ich mich wieder in Reihe 4 von unten in die Mitte. Es war mal wieder eindeutig der beste Platz und ich hatte auch aunahmsweise mal wieder das Glück, dass niemand in meiner Nähe saß, der mich hätte aus den Film reißen können. 00:01 ging es dann endlich los.

135 Minuten später verließ ich zitternd den Kinosaal. War das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Nun, ich werde später darauf eingehen. Denn eigentlich hat mich die Meinung der Leute interessiert, die mit mir gemeinsam im Kinosaal saßen. Hört euch mal die ersten Reaktionen an, die ich unmittelbar nach der ersten Ausstrahlung sammeln konnte.

Das sagen die „Star Wars“-Fans über Episode VII

Wie ihr vielleicht bemerken konntet, waren diese ausgesprochen gut. Und auch ich muss mich zum Großteil an die Meinung der anderen Kinobesucher anschließen. Für mich war es ganz, ganz großes Kino zum Ende des Jahres. Durch den 3D-Effekt konnte ich den Charakteren nahe sein, die ich als Kind so vergöttert habe. Und ich habe mich auch mit den (meisten) neuen Figuren anfreunden können. Doch der Film war trotzdem nicht perfekt für mich und ich kann auch nicht zustimmen, wenn gesagt wird, dass „Das Erwachen der Macht“ der beste Film seit 30 Jahren sein soll. Aber jetzt erstmal genug von meinem Empfinden. Gehen wir mal allgemein an den Film ran.

Ich bin mir sicher, dass kein Fan enttäuscht von Episode VII sein wird (Ausnahmen bestätigen die Regel). Man merkt, dass hier aufgepasst wurde, dass niemand verärgert wird, der die anderen Teile kennt. Deswegen ist es auch wichtig zu wissen: Wenn man „Das Erwachen der Macht“ gucken möchte, sollte man auch die anderen Episoden kennen, da man sonst viele Zusammenhänge nicht verstehen würde.

Viele Fans (u.a. auch ich), hatten große Angst, dass Disney den Film versauen könnte. J. J. Abrams ist ohne Zweifel ein grandioser Produzent, aber ohne George Lucas? Man gut, dass auch Letzterer seine Finger trotzdem noch mit im Spiel hatte. Dass John Williams wieder für den Soundtrack engagiert wurde, lässt einen das Gefühl von Vertrautheit vermitteln. Diese Vertrautheit wirkt selbstverständlich auch auf den Zuschauer, wenn Han Solo, Leia oder Chewbacca zu sehen sind.

Die neuen Figuren und Droiden, die in die Handlung mit eingeführt wurden, werden mit großer Sicherheit auch von den Fans akzeptiert werden. Sie harmonieren gut auf der Leinwand miteinander und spielen ihre Rolle mit einer Leichtigkeit. Es macht Spaß und bereitet Freude sie kennenzulernen und man will auch wissen, wie sie sich entwickeln werden. Nur leider gibt es einen neuen Charakter, der nicht komplett überzeugt. Wer das ist und warum? Das wird an dieser Stelle nicht veraten. Sonst könnten hier evtl. Spoiler vorkommen. Vielleicht wird in einem anderen Blogeintrag nochmal auf dieses Thema eingegangen.

Die Effekte sind überwältigend. Man erlebt die Schlacht dank 3D hautnah mit.

Die Kameraarbeit war auch (fast) sensationell. Gute Einstellungen, gute Fahrten. Aber manchmal hat man auch bemerkt, dass sich mehr auf der Leinwand abspielte, als das Auge überhaupt wahrnehmen konnte. Das könnte man noch optimieren.

Der größte Kritikpunkt allerdings lautet eigentlich wie folgt: Je länger man den Film guckt, desto mehr bekommt man das Gefühl, dass man das irgendwo schon mal so ähnlich gesehen hat. Und da wird man sich auch nicht täuschen. Man erkennt Ähnlichkeiten zu einer anderen Episode dieser Saga und das lässt die Handlung irgendwann vorhersehen. Das lässt den Film doch etwas langweilig und einfallslos wirken. Aber wenn man die beeindruckenden Bilder der Schlachten vor dem Auge hat, kann man darüber auch hinwegsehen.

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ ist definitiv eine gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Und es wird mehr kommen. Zwei weitere Episoden sind in Arbeit. Die Vorfreude ist natürlich jetzt schon groß – nicht nur bei den Fans, sondern auch bei mir.

Nach der Premiere haben meine Freunde und ich sogar noch Bekanntschaft mit dem Stormtrooper aus der Ersten Ordnung schließen können, der uns vor der Vorstellung schon über den Weg gelaufen ist.

sw21

Nun warten wir wieder bis 2017 auf die Fortsetzung. Aber wie wir ja alle wissen, rennt die Zeit ziemlich schnell.

Möge die Macht bis dahin mit euch sein.

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