Das Sommerloch: Warum auch mein Blog davon betroffen ist

2018 ist der Sommer ziemlich heiß. Die Menschen liegen mit einem Eis in der Sonne am nächstgelegenen Seeufer und lassen es sich gut gehen. Zumindest diejenigen, die nicht malochen müssen. An freien Wochenenden wird außerdem noch die Festival-Saison genossen.

Doch leider bleibt der kulturelle Spaß ein wenig auf der Strecke. Der Grund ist das riesige Sommerloch in diesem Jahr. Zumindest ist das meine derzeitige Auffassung. Denn fast alles, was mir an freien Tagen und Abenden Freude bereitet, macht gerade eine Auszeit. Zwar geht nächste Woche die Bundesliga wieder los, aber dafür lässt die erste Theater-Premiere der neuen Spielzeit noch bis Oktober auf sich warten. Natürlich gönne ich den Institutionen ihren wohlverdienten Urlaub, aber für mich persönlich zieht sich das alles ein wenig in die Länge. Eigentlich sollte ich froh darüber sein und auch meine letzten Semesterferien genießen. Leider kann ich das nicht. Das liegt ganz allein daran, dass ich mich dazu entschieden habe, in der Regelstudienzeit fertig zu werden. Während also meine Freunde hauptsächlich den Sommer in vollen Zügen genießen können, hocke ich in meiner Wohnung über einen Stapel von Lektüre und verfasse eine wissenschaftliche Arbeit. Ich möchte mich auch nicht darüber beschweren, denn ich habe es mir ja so ausgesucht. Trotzdem finde ich es manchmal schade, dass ich nicht einfach meine Seele baumeln lassen kann. Natürlich schalte ich auch mal ab – oder versuche es zumindest. So richtig funktioniert das ehrlich gesagt nun mal nicht. Denn während ich meine Abschlussarbeit schreibe, muss ich mir ebenso Gedanken um meine berufliche Zukunft machen. Ich erwarte nämlich nicht, dass die Medienbranche sich um meine Person reißt und es somit für mich ein Kinderspiel wird mit dem Berufseinstieg. Keineswegs wird es das. Deswegen beschäftige ich mich überwiegend mit diesen zwei Sachen und lenke meine volle Konzentration auf sie.

Aus diesem Grund ist das Sommerloch eigentlich nicht ganz so schrecklich, da ich dadurch automatisch mehr Zeit in die wirklich wichtigen Dinge investiere. Deswegen legt auch dieser Blog eine Art Sommerpause ein. Wie gesagt: Das Theater hat geschlossen und auch so gibt es zurzeit nicht wirklich etwas, was ich hier zum Thema machen könnte. Es gibt halt eine Flaute, die immer mal wieder aus verschiedenen Gründen auftaucht. Und wenn ich mal eine Pause mit der Bachelorarbeit und Co. einlege, dann versuche ich wirklich die freien Stunden mit den Menschen, die mir wichtig sind, zu genießen. Denn egal, wie meine Zukunft aussehen wird, ist mir auch gleichzeitig bewusst, dass es diesen Sommer so nicht wieder geben wird. Es wird sich nach dem Abschluss nicht nur mein Leben verändern, sondern auch das von einigen Freunden von mir. Jeder wird seinen eigenen Weg gehen und deswegen liegt mir wirklich etwas am Herzen, die verbliebenen Momente in den derzeitigen Konstellationen in vollen Zügen aufzusaugen.

Möglicherweise könnt ihr meine Einstellung nachvollziehen. Ich möchte diesen Blog auch nicht mit unnützen Beiträgen füllen. Das wäre weder für mich noch für euch ein Nährwert. Doch ich möchte diesen Beitrag auch nicht mit einer Art Rechtfertigung, warum es hier gerade so still geworden ist, enden lassen. Deswegen folgen jetzt meine vier persönlichen Tipps, mit denen ich mich über die Sommerpause hinwegtröste. Tausend Dank auf jeden Fall für euer Verständnis.

Wie ich das Sommerloch überlebe

  1. Unternehmungen mit Freunden sind noch immer Gold wert. Dabei ist es egal, ob es an den See geht oder ob man abends gemütlich beisammensitzt. Es muss nicht immer gleich mit Geld verbunden sein. Deswegen quatscht einfach mit euren Leuten, was gerade im Rahmen des Möglichen bei ihnen ist. 
  2. Podcast hören. Das liegt zurzeit voll im Trend. Wer schon Podcasts konsumiert, der wird mir jetzt sicher sagen wollen, dass auch dort gerade eine Art Sommerpause bei einigen herrscht. Natürlich ist mir das nicht entgangen. Aber mit guten und unterhaltsamen Podcasts ist das so wie mit Lieblingsfilmen oder -liedern: man kann sie immer wieder sehen und hören. 
  3. Kulturelle Veranstaltungsbesuche für den Herbst planen. Die meisten Leser meines Blogs wissen ganz genau, wovon ich spreche. Denn jede Sommerpause hat auch mal ein Ende. Deswegen freue ich mich auf die Spielzeit 2018/2019, die für mich wahrscheinlich nochmal mit vielen Emotionen verbunden sein wird. Neben den neuen Stücken wird es auch einige Wiederaufnahmen geben, die ich mir noch ein weiteres Mal mit meinen Freunden ansehen werde. Garantiert mit dabei: „A Clockwork Orange“. Dieses Schauspiel ist nämlich nicht nur für ein junges Publikum gedacht. Ich denke oft an diese Inszenierung zurück und werde jetzt automatisch täglich daran erinnert, wenn ich meine Wohnung verlasse. 
  4. Auch mal alleine was unternehmen. Klingt langweilig? Ist es aber nicht. Wenn ihr spontan Lust auf einen Spaziergang habt, aber niemand mit euch bei der Hitze durch die Stadt latschen möchte, dann macht es halt ohne Begleitung. Gleiches gilt auch für Besuche von Veranstaltungen. Wenn ihr beispielsweise ein Konzert besuchen möchtet, aber niemand aus eurem Freundeskreis Zeit oder Geld hat, dann geht trotzdem dorthin. Denkt immer daran, dass gerade bei solchen Events immer Leute da sind, die mindestens eine Sache mit euch gemeinsam haben. Früher oder später werdet ihr euch möglicherweise in euren Allerwertesten beißen, wenn ihr bestimmte Sachen von Begleitungen abhängig gemacht habt. 😉

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